Handwerk zum Anfassen: Zehntklässler der Conrad-von-Ense-Schule entdecken die Berufswelt
Praxis statt grauer Theorie: Beim Handwerkstag am 09. Oktober konnten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 verschiedene Handwerksberufe hautnah erleben – in spannenden Workshops an der Schule und bei Kurzpraktika direkt in den Betrieben.
Wie fühlt es sich an, Metall zu bearbeiten? Wie steuert man eine Drohne? Und welche Herausforderungen warten eigentlich auf einer echten Baustelle? Antworten auf diese Fragen erhielten die Zehntklässler der Conrad-von-Ense-Schule beim Handwerkstag. Ziel der Veranstaltung war es, den Jugendlichen einen möglichst authentischen Einblick in die vielfältige Welt des Handwerks zu ermöglichen und sie bei ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen. Dabei hieß es für die Schülerinnen und Schüler: selbst ausprobieren, mitarbeiten und neue Erfahrungen sammeln. Bereits im Vorfeld waren sie entsprechend ihrer Interessen an handwerklichen Berufen den verschiedenen Angeboten zugeteilt worden. So konnten sie gezielt in Berufsfelder hineinschnuppern, die sie besonders spannend fanden.
In den Räumen der Schule wurde es praktisch: Metallbau Pech ermöglichte den Jugendlichen Einblicke in die Metallbearbeitung und das Schweißen. Bei EDS Elektronik und Drohnenservice standen das Fliegen von Drohnen sowie der Umgang mit typischen Elektrowerkzeugen und Materialien auf dem Programm. Fahrrad-Wierleuker zeigte, worauf es bei Reparaturen an Fahrrädern ankommt. Ergänzt wurde das Angebot durch die Azubibotschafter von Trilux und der Caritas, die von der Industrie- und Handelskammer (IHK) organisiert wurden. Sie brachten ihre Erfahrungen aus der Ausbildung ein und gaben den Jugendlichen einen Einblick in die berufliche Praxis aus Sicht von Auszubildenden.
Andere Schülerinnen und Schüler tauschten das Klassenzimmer direkt gegen die Arbeitswelt. Bei Köhler Fußbodenbau, Köhler Raumgestaltung, dem Malerbetrieb Hömberg, Sanitär Spitthoff, der Tischlerei Stamen, dem Fliesenstudio Krengel, Schwegmann Gartengestaltung, Elektro Schulze und Elektro Schleimer konnten sie den Berufsalltag unmittelbar kennenlernen oder wie zum Beispiel in der Tischlerei-Stamen an eigenen Werkstücken, wie einem Smartphonelautsprecher arbeiten. Dabei blieb es nicht beim Zuschauen: Die Jugendlichen erhielten Einblicke in typische Arbeitsabläufe und konnten erleben, welche Fähigkeiten, welches handwerkliche Geschick und welche Zusammenarbeit im Berufsalltag gefragt sind. Einige waren sogar direkt auf Baustellen im Einsatz und bekamen so einen besonders realistischen Eindruck davon, wie vielfältig und anspruchsvoll die Arbeit im Handwerk sein kann.
In der letzten Unterrichtsstunde kamen die Schülerinnen und Schüler wieder an der Schule zusammen, um ihre Erlebnisse und Eindrücke auszutauschen. Dabei wurde deutlich, wie wertvoll es ist, berufliche Tätigkeiten nicht nur aus Beschreibungen oder Videos zu kennen, sondern sie selbst auszuprobieren, mit alen Sinnen wahrzunehmen und Menschen aus der Praxis zu begegnen. Die Jugendlichen gaben dem Handwerkstag ein positives Feedback. Auch für die Zukunft ist die Richtung klar: Praxisnahe Angebote zur beruflichen Orientierung sollen an der Conrad-von-Ense-Schule regelmäßig stattfinden. Schule und Handwerksbetriebe wollen dazu im Austausch bleiben und gemeinsam weitere Möglichkeiten entwickeln, um den Jugendlichen die Berufswelt näherzubringen. Der Handwerkstag hat gezeigt, wie gewinnbringend die Zusammenarbeit zwischen Schule und regionalem Handwerk sein kann. Denn manchmal braucht es nicht viele Worte, um einen Beruf interessant zu machen – sondern die Gelegenheit, selbst Hand anzulegen.














